Archiv Corner

Inhalt:

1999

Ein Aufruf, 17.04.
1 Jahr FdrJ-HP, 22.03.
de Watergeus, 25.02.
Heiliger Geist, Teil 1, 20.12./Teil 2, 26.12./Teil 3, 17.01.99/Teil 4, 20.02.99

1998

Luna, das Mädchen aus Serbien, 28.11.
Vergesset was dahinten ist!, 19.11.
Das NAK-Diskussions-Gästebuch, 03.11.
Schicksal, 12.10.
Resultate Internet-Umfrage: "Kritik an der NAK" (separate Seite >), 30.09.
Ulis Guestbook-Kommentar, 09.09.
Aus dem Gottesdienst vom 06.09., 09.09.
Stammapostelworte, 09.09.
Applaus?, 22.08.
Manche mögen`s heiss?, 13.08.
Fragen vom Jugendtag am 12. Juli 98 in Stuttgart, 05.08.
Lehre und Erkenntnis, 14.07.
Weisst du, wer ich bin, was ich war?, 20.05.
Eigenverantwortung, 16.05.
Zum Artikel "Wir stellen uns...",09.05.
Gottesdienstbesuch bei der Vereinigung Apostolischer Christen Schweiz, 26.04.98

 

 

 

 


Ein Aufruf

Ein Aufruf auf Anregung von Walter
An alle Frauen, die in Kirchen oder religiösen Gemeinschaften sexuell und / oder seelisch belästigt und gequält worden sind!

Mein Name ist Gaby. Ich bin 52 Jahre alt. Mein Beruf: Redakteurin; zur Zeit befinde ich mich im letzten Semester meines Privatstudiums zur Schriftstellerin / Autorin.
Vor einem Jahr bin ich aus der Religionsgemeinschaft "Neuapostolische Kirche" ausgetreten. Aber die Wunden sind noch nicht verheilt, obwohl ich zusehends gesunde, weil ich endlich ein selbstbewusstes Leben führen kann, das ich jeden Tag neu in Frieden und Gelassenheit auf vielfältige Weise ausgestalte. Damit die Freude vollkommen werde, suche ich Gesprächspartnerinnen:

Freundinnen, mit denen ich vertrauensvoll das erlittene Leid, zugefügt von sog. Seelsorgern, teilen und aufarbeiten kann. In Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg konnten bereits wunderbare Kontakte geknüpft werden.

Wir telefonieren miteinander, wir schreiben Briefe, und im Sommer will ich zu einer Rundreise starten, um durch persönliche Nähe das Vertrauen zu stärken, die Freundschaften auf eine bleibende Basis zu stellen, die Kontakte untereinander zu fördern.

Im weiteren wird es darum gehen, ein zum Thema geplantes Buch gemeinsam zu erarbeiten. Als Initiatorin und aufgrund meiner beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen habe ich den Part der Moderatorin und Herausgeberin übernommen.

Wir suchen Mitstreiterinnen! Auch jene Frauen mögen sich melden, die an dem Buchprojekt kein Interesse haben, aber sich den Wunsch erfüllen wollen, in dem, was sie erleiden mussten, verstanden und getröstet zu werden. Die Kontaktvermittlung hat Walter übernommen, dem ich für seine sensible, verständnisvolle Unterstützung unseres Anliegens auch an dieser Stelle herzlich danke.

Walter ist erreichbar unter der Telefonnummer: (Vorwahl von Deutschland) 02325 - 604 42.

Das Gebot der Verschwiegenheit ist das Fundament, das allen Kontakten als Grundlage dient.
Nehmt Euer Herz in beide Hände und ruft an! Wir freuen uns auf Euch!

Gaby

17.04.99, Erwin


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1 Jahr FdrJ-HP

Seit ziemlich genau einem Jahr gibt es nun diese Homepage und es gäbe manches Müsterchen zu erzählen. Bei uns sind in dieser Zeit weit über 1000 E-Mails eingegangen (nur die HP betreffend), am heutigen Tage sind noch genau 1100 Nachrichten archiviert.
Wir wollen unserer treuen Leserschaft ein paar "Highlights" nicht vorenthalten und einige Mailausschnitte veröffentlichen.
Vielen Dank an alle interessierten Leser!

 

Sehr geehrter Herr Schürch
Ich staune immer wieder wieviel Energie Sie damit aufwenden, der NAK Tiefschläge zu versetzen. Vermutlich haben Sie irgendein Problem? Ich an Ihrer Stelle würde die Energie anderweitig einsetzen....
Sie könnten ja mal was Gutes tun? Es gibt sehr viel Leid und Unrecht auf dieser Erde......na ja was soll ich Ihnen da noch erzählen, dass wissen Sie ja selber. Horchen Sie einfach mal in sich hinein!! OK?

.....versuche ich die positive NAK-Seite zu stärken. Leider ist mir das aufgrund persönlicher Erfahrungen mit "betonköpfigen" AT's oft nicht uneingeschränkt möglich.

...Gerade eben habe ich jedoch den November Arno gelesen (und da kann man nun wirklich nur den Kopf Schütteln) sowie den doch ach so sozialen Spendenaufruf an die NAKI das gesamte Geld für die Opfer des Hurrikan Mitch zu verwenden. Es drängt mich nun doch sehr mal meinen Standpunkt mitzuteilen und meinem üblichen Kopfschütteln ob vieler Artikel mal etwas Luft zu machen!

Ihr macht ja wirklich verrückte Sachen. Hoffentlich nehmt ihr dabei keinen Schaden. Ich habe noch nicht alles gesehen, weil gestern mein Gerät wieder nicht funktionierte.

Ich meine - Nichts gegen konstruktive Kritik, aber man sollte sich immer vorher fragen, ob man auch bereit ist den hinterher entstanden Trümmerhügel auch wieder aufzuräumen. Was ich damit sagen will: Ich würde mir durchaus zutrauen, jedem über kurz oder lang seinen Glauben an Gott auszureden - Aber wer gibt mir eigentlich das Recht dazu???

Ich teile Dir mit, dass ich mich vorläufig aus dem GB zurückziehe, denn ich wurde jetzt schon paarmal direkt und indirekt "beleidigt"!!

Hat Ap. Hirschi eine eMail-Adresse oder Fax-Nr., die Du mir mal schicken könntest?

Bitte verschont mich ferner mit Eurer Korrespondenz, so lange sie das Niveau der gestrigen hat. Danke auch an XY, der mir noch einige Informationen zu FdrJ gegeben hat.
Freundliche Grüße

Eine Frage an Dich: Es werden seit einiger Zeit anonyme Briefe an Vorsteher und Bezirksaemter verschickt, unterschrieben von einem gewissen "Schaliach". Kannst Du mir etwas darueber sagen?

Schöne Grüße von meinem Dackel yx an Deinen Arno soll ich ausrichten. Wie ist dieser Hund so klug geworden ???? (yx ist nämlich tendenziell doof !)

Sehr geehrter Herr Schürch,
vielen Dank für die Umfrageergebnisse!! Diese sind in der Tat ausgesprochen interessant. Ich werde sie gelegentlich für eine Veröffentlichung über die NAK benutzen.

Euer GB lese ich etwa seit Eintrag 500, mal woechentlich, mal taeglich. Da ich selbst sehr kritisch bin und auch mit >>aktiven<< Aussteigern seit Jahren zu tun habe, haben mich (Priester) die Diskussionen im GB oft bereichert.

Tatsächlich, so wie der Beitrag gedruckt ist, bringst Du zum Ausdruck, dass die NAK einfach Scheisse ist. Obwohl ich nicht in der "Geschäftsleitung" der NAK bin, wühlt mich dies auf. Siehe: "Wie könnte man die Fehlbarkeit eines Glaubenssystems sonst noch beschreiben?" Siehe: "Göttlicher Glaube findet ja schliesslich nicht im Gehirn statt! Nachfolge bis zuletzt, alles andere ist Leerlauf! Prost! "

Ich werde Euch auch in die Links aufnehmen. Das Mit dem Arno ist super. Ich wünsche Euch viel Erfolg.

Denn nicht wahr, Gottes Reich, sein Leib, wird immer wieder anders sein, als wie wir uns das durch unsere Interpretationen zurechtzimmern. Und immerhin hat Jesus nicht nur die Jünger zur Nachfolge eingeladen, sondern ist dem ganzen Volk ohne Vorbedingungen akzeptierend und liebend begegnet. Echt volkskirchlich, nicht? Jedenfalls denke ich persönlich (übrigens auch in einer Freikirche aufgewachsen) heute, dass die Akzente welche Freikirchen und Landeskirchen je setzen, nur im gemeinsamen Zusammenspiel eine Zukunft haben.

Vielen Dank für die interessanten Materialien über die NAK.
- Dazu habe ich eine Frage: Der Briefe Walter Schmidts "Dieses Schreiben des Stammapostels ist direkt satanisch..." - wo bekomme ich den? Gibt es eine Quelle?

 ....Hier die email-Adresse von Nestor.
Absender: Nestor Solenthaler nestor.solenthaler@bitcom.ch
Empfänger:
Kopienempfänger:
Datum:
Anlage:
Betreff: Was soll's!
Vielleicht könnte man ja öffentlich die Kirchenleitung auffordern solche vermeintlichen Seelsorger aus dem Amt zu entfernen.

Meine Frau aus ihrem Haus rauszubekommen ist schwieriger als den R.Fehr katholisch zu machen.

Dass du "ganz normal" die gd in deiner gemeinde besuchst, finde ich bemerkens- und bewundernswert zugleich. Wenn man erstmal eine kritische position eingenommen hat, dann trübt sich ja oft der persönlich umgang miteinander, besonders seitens DER leute, die gar keine ahnung von dem haben, was man wirklich macht und meint.

Mir ist fast die Kinnlade nach unten gekippt, als ich las, daß ein längerer Beitrag aus Ihrer Feder leider im Äther verschwunden ist :-( Grund: am selben Tag hatte nämlich auch ich versucht, einen Beitrag, der an Sie gerichtet war, in die HP zu plazieren und bin ebenfalls kläglich gescheitert. Die Quelle dieser Funktionsstörung ist mir so bekannt wie die Tagesordnung der Gesellschaft Deutscher Hühnerzüchter e.V. vom letzten Wochenende ;-) da ich prinzipiell ein multimedialer Neanderthaler bin, der erst seit knapp zwei Monaten "dabei" ist. Über eine Stunde Tippens (seufz) verschwand mit dem lausigen Druck auf die Taste zum Abschicken eines GB-Beitrages- ich kann also Ihren Frust teilen;-)

Ich werd mir mal überlegen, warum, der Herr Fehr "seine" Stätte des Herrn so liebt, bzw. rät, daß die Untergebenen sie auch lieben möchten.

hi folks
A good New Year to you both! I have had great difficulty finding your site again after my computer crashed recently!

Ich wünsch Dir ein fröhliches Internet-Dasein und viel Spaß mit unseren speziellen Freunden, deren Oberster am Züri-Berge wohnt.
 

...mich hat die Hoehe des Gehaltes dann doch etwas irritiert...

...bitte nehme es mir nicht uebel, aber ich moechte hier eigentlich gar nicht drauf "einsteigen".
 

...Wenn ich mir Bilder des Stammapostels vor ein paar Jahren ansehe und sie mit den heutigen vergleiche, kann man deutlich sehen, wie die Strapazen seiner Taetigkeit Spuren hinterlassen haben.

Deine Aktivitaeten verfolge ich mit Interesse seit rund einem ¾ Jahr. Ueber mehrere Stationen habe ich rund 200 Kopien erhalten u. ebenfalls an aufgeschlossene AT's weiterverteilt ;-)

22.03.1999, Stephan und Erwin

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de Watergeus

Geliebte Brueder und Schwester vom Apostelbezirk Niederlande!

Thema: Eine Tasse Kaffee trinken bei unserem Seelsorger und Stammapostel Richard Fehr zu Ostern 1999

Am Samstag 3. April und Sonntag 4. April 1999, zu Ostern, haelt sich Stammapostel Richard Fehr und seine Begleiter  im Grand Hotel Huis ter Duin auf, Koningin Astrid Boulevard 5 zu Noordwijk aan Zee (Niederlande). Dieses Hotel besitzt Prestige, ist suendhaft teuer und wird gewoehnlich bewohnt von den 'Grossen der Erde'. Selbstverstaendlich gilt fuer unseren geliebten Stammapostel Richard Fehr die (niederlaendische) Redensart: 'Das Beste ist noch nicht gut genug'. Bedauerlicherweise geht diesen luxuriosen Aufenthalt auf Kosten der Geschwistern der Neuapostolischen Kirche, der die Zehnten opfern an Gott (es ist ganz klar, dass man nicht Stammapostel Richard Fehr, aber der Schoepfer vom Himmel und Erde bezweckt!). Es ist gleichfalls bemerkenswert, dass diesen Aufenthalt stattfindet in einem Zeitraum, worin das Apostelbezirk Niederlande finanziell (vielleicht auch spirituell) eine notleidende Existenz leitet. Apostel G.J. Sepers arbeitet seit 1. Januar 1999 nicht mehr in der Verwaltung der Neuapostolischen Kirche in den Niederlanden, zu Amersfoort. Der damalige Bezirksapostel G. Pos hatte ihm voriges Jahr mitgeteilt, dass seine Funktion in der Verwaltung aufgeheben wurde (ein wunderschoenes Beispiel einer glanzvollen neuapostolischen Kultur in den Niederlanden, wofuer Stammapostel Richard Fehr Bezirksapostel G. Pos am 6. Dezember 1998, wenn G. Pos die Amtsruhe verleiht wurde, lobte!). Ueberzeugen Sie sich mit eigenen Augen von dem glanzvollen Grand Hotel Huis ter Duin mittels eines Besuchs an der Homepage dieses Hotels. Sie werden nicht satt sehen koennen ueber dem Reichtum, Luxus, Sicht auf dem Meer und der Preisliste!. Ich rufe alle Neuapostolischen Mitglieder in den Niederlanden auf den Stammapostel Richard Fehr zu besuchen, zu Ostern 1999, fuer eine gute (pastorale) Unterhaltung beim Genuss einer Tasse Kaffee. Sie brauchen keine Kreditkarte.

"de Watergeus", 23.02.1999

de Watergeus = Niederlaendischer Widerstand in dem 16. und 17. Jahrhundert gegen die Spanische Armee in den Niederlanden.

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Heiliger Geist, Teil 1

In der NAK stehen die Apostel in engstem Zusammenhang mit dem heiligen Geist. Eine 4-teilige Serie soll in Kurzform verschiedene christliche Auffassungen darstellen und zum Nachdenken anregen.
 
 

Amt und Heiliger Geist in der reformierten Kirche

Amt und Heiliger Geist sind nach reformierter Auffassung nicht aneinander gebunden.

1. Der Heilige Geist

Der Heilige Geist ist nach reformierter Auffassung nicht verfügbar. Er weht, wo er will (Joh. 3,8) und nicht da, wo es bestimmte Menschen, z. B. Amtsinhaber wollen.
Darum kann der Heilige Geist nicht durch eine bestimmte äusserliche Handlung weiter gegeben werden. Apostelgeschichte 2, 38 bindet zwar die Gabe des Heiligen Geistes an die Taufe, aber nicht seine Wirkung. Der Heilige Geist ist das für den Menschen erfahrbare Wirken Gottes. Er bleibt darum immer in der Verfügung von Gott allein. Menschen können vom Heiligen Geist ergriffen werden. Diese Ergriffenheit kann sichtbar werden (z.B. durch Verzückung, Heilungen u. a.), kann sich aber auch nach aussen unsichtbar in Menschen ereignen.
Sie kann als Gemeinschaftsphänomen (z.B. in einem Gottesdienst pfingstlicher Gemeinden) oder als Erscheinung in einzelnen Menschen auftreten.
Der Heilige Geist kann Menschen in der Folge von Verkündigung, Gottesdienst und rituellen Handlungen ergreifen, aber auch als Folge von innerer Sammlung, Schriftlesung oder gar ohne erkennbaren äusseren Anlass.

2. Das Amt

Das Amt in der reformierten Kirche ist an eine entsprechende Ausbildung und eine Ordination oder eine andere Amtseinsetzung gebunden.
Es gibt die Aemter der Pfarrer und Pfarrerinnen, Gemeindehelferinnen, Katecheten und Katechetinnen, Diakone, Kirchgemeinderäte, Synodale u. a. Die Bezeichnungen sind jedoch nicht in jeder Landeskirche gleich.
Damit jemand sein Amt ausüben kann, braucht es eine Beauftragung, die durch eine demokratisch organisierte Wahl durch das Volk der Kirchgemeinde, durch den Kirchgemeinderat, durch Synoden oder andere Kommissionen und Gremien erfolgt.
Tätigkeiten der einzelnen Aemter, (z.B. predigen) kann aber im Prinzip jedes Mitglied der Kirche ausüben. Seit Martin Luther gilt der Grundsatz des allgemeinen Priestertums, d. h. dass jeder Gläubige priesterliche Funktionen übernehmen kann.

Besten Dank an Pfr. Martin Lienhart
20.12.98, Stephan

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Heiliger Geist, Teil 2

Amt und Heiliger Geist in der katholischen Kirche

Grundlagen aus: Katechismus der katholischen Kirche, Erster Teil - Das Glaubensbekenntnis 2. Kapitel
 

77  "Damit aber das Evangelium in der Kirche stets unversehrt und lebendig bewahrt werde,
haben die Apostel als ihre Nachfolger Bischöfe zurückgelassen, denen sie ihr eigenes Lehramt übergaben" (DV 7). Denn es mußte "die apostolische Predigt, die in den inspirierten Büchern in besonderer Weise ausgedrückt wird, in ununterbrochener Folge bis zur Vollendung der Zeiten bewahrt werden" (DV 8).

78  Diese lebendige Weitergabe, die im Heilgen Geist geschieht, wird - als von der Heiligen
Schrift verschieden, aber doch eng mit ihr verbunden - "Überlieferung" genannt. "So setzt  die Kirche in ihrer Lehre, ihrem Leben und ihrem Kult fort und übermittelt allen Geschlechtern alles, was sie selber ist, alles, was sie glaubt" (DV 8). "Die Aussagen der heiligen Väter bezeugen die lebendigmachende Gegenwart dieser Überlieferung, deren Reichtümer sich in Tun und Leben der glaubenden und betenden Kirche ergießen" (DV 8).

79  So bleibt die Selbstmitteilung des Vaters durch sein Wort im Heiligen Geist in der Kirche
zugegen und wirksam: "Und so ist Gott, der einst gesprochen hat, ohne Unterlaß im Gespräch mit der Braut seines geliebten Sohnes, und der Heilige Geist, durch den die lebendige Stimme des Evangeliums in der Kirche und durch sie in der Welt widerhallt, führt die Gläubigen in alle Wahrheit ein und läßt das Wort Christi in Überfülle unter ihnen wohnen" (DV 8).

81  "Die Heilige Schrift ist Gottes Rede, insofern sie unter dem Anhauch des Heiligen Geistes schriftlich aufgezeichnet ist."
"Die Heilige Überlieferung aber gibt das Wort Gottes, das von Christus, dem Herrn, und vom
Heiligen Geist den Aposteln anvertraut wurde, unversehrt an deren Nachfolger weiter, damit sie es unter der erleuchtenden Führung des Geistes der Wahrheit in ihrer Verkündigung treu
bewahren, erklären und ausbreiten" (DV 9).

82  "So ergibt sich, daß die Kirche", der Weitergabe und Auslegung der Offenbarung anvertraut ist, "ihre Gewißheit über alles Geoffenbarte nicht aus der Heiligen Schrift allein schöpft. Daher sind beide mit dem gleichen Gefühl der Dankbarkeit und der gleichen Ehrfurcht anzunehmen und zu verehren" (DV 9).

83  Die Überlieferung (oder Tradition), von der wir hier sprechen, kommt von den Aposteln her und gibt das weiter, was diese der Lehre und dem Beispiel Jesu entnahmen und von Heiligen Geist vernahmen. Die erste Christengeneration hatte ja noch kein schriftliches Neues Testament, und das neue Testament selbst bezeugt den Vorgang der lebendigen Überlieferung.
Die theologischen, disziplinären, liturgischen oder religiösen Überlieferungen (oder Traditionen), die im Laufe der Zeit in den Ortskirchen entstanden, sind etwas anderes. Sie stellen an die unterschiedlichen Orte und Zeiten angepaßte besondere Ausdrucksformen dar. Sie können in deren Licht unter der Leitung des Lehramtes der Kirche beibehalten, abgeändert oder auch aufgegeben werden.

85  "Die Aufgabe aber, das geschriebene oder überlieferte Wort Gottes authentisch auszulegen, ist allein dem lebendigen Lehramt der Kirche" - das heißt den Bischöfen in Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri, dem Bischof von Rom - "anvertraut, dessen Vollmacht im Namen Jesu Christi ausgeübt wird"(DV 10).

86  "Das Lehramt steht also nicht über dem Wort, sondern dient ihm, indem es nur lehrt, was
überliefert ist, da es ja dieses (Wort Gottes) nach göttlichem Auftrag und mit dem Beistand des Heiligen Geistes ehrfürchtig hört, heilig bewahrt und treu erklärt nd all das, was es als von Gott geoffenbart zu glauben vorlegt, aus diesem einen Erbe des Glaubens schöpft" (DV 10).

87  Die Gläubigen rufen sich das Wort Christi an die Apostel ins Gedächtnis: "Wer euch hört,
der hört mich" (Lk 10, 16)31 und nehmen die Lehren und Weisungen, die ihnen die Hirten in
verschiedenen Formen geben, willig an.

91  Alle Gläubigen sind an der Erfassung und Weitergabe der geoffenbarten Wahrheit beteiligt. Sie haben die Salbung des Heiligen Geistes empfangen, der sie unterrichtet und in die ganze Wahrheit führt.

92  "Die Gesamtheit der Gläubigen . . . kann im Glauben nicht fehlgehen, und diese ihre
besondere Eigenschaft macht sie mittels des übernatürlichen Glaubenssinns des ganzen Volkes dann kund, wenn sie von den Bischöfen bis zu den letzten gläubigen Laien ihre allgemeine Übereinstimmung in Sachen des Glaubens und der Sitten äußert".

95  "Es zeigt sich also, daß die Heilige Überlieferung, die Heilige Schrift und das Lehramt der
Kirche gemäß dem überaus weisen Ratschluß Gottes so miteinander verknüpft und einander
zugesellt sind, daß das eine nicht ohne die anderen besteht und alle zusammen, jedes auf seine Weise, durch das Tätigsein des einen Heiligen Geistes wirksam zum Heil der Seelen beitragen" (DV 10, 3).

Kurztexte:

96  Was Christus den Aposteln anvertraut hatte, haben diese, vom Heiligen Geist inspiriert,
in ihrer Predigt und schriftlich allen Generationen bis zur herrlichen Wiederkunft Christi
weitergegeben.

97  "Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift bilden die eine der Kirche anvertraute
heilige Hinterlassenschaft des Wortes Gottes" (DV 10). Darin betrachtet die pilgernde
Kirche wie in einem Spiegel Gott, den Quell all ihrer Reichtümer.

98  "So setzt die Kirche in ihrer Lehre, ihrem Leben und in ihrem Kult fort und übermittelt
allen Geschlechtern alles, was sie selber ist, alles, was sie glaubt" (DV 8).

99  Dank seinem übernatürlichen Glaubenssinn empfängt das ganze Volk Gottes unablässig die Gabe der göttlichen Offenbarung, dringt tiefer in sie ein und lebt voller aus ihr.

100  Die Aufgabe, das Wort Gottes verbindlich auszulegen, wurde einzig dem Lehramt der
Kirche, dem Papst und den in Gemeinschaft mit ihm stehenden Bischöfen anvertraut.

26.12.98, Stephan

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Heiliger Geist, Teil 3

Auch eine "Ausgiessung des heiligen Geistes"?

Pensacola, ehemals spanische Festung am Golf von Mexiko, heute das aus einer amerikanischen Fernsehserie landesweit bekannte Fliegerzentrum der Marines, erlebt seit dreieinhalb Jahren eine neue "Ausgiessung des heiligen Geistes". Abend für Abend versammeln sich Tausende auf dem Kirchengelände der Assembly of God in Brownsville-Pensacola.

Prof. Georg Schmid (ev. Informationsstelle CH) hat diese Erweckung im Dezember 1998 besucht und kennengelernt. Der folgende Bericht spricht für sich. Der komplette Bericht von Prof. G. Schmid sei jedem Leser empfohlen.

John Kilpatrick, der Hauptpfarrer der Gemeinde, Stephen Hill, der ehemalige Junkie und
Knastbruder, heute der Evangelist von Brownsville, während dessen Verkündigung vor
dreienhalb Jahren die Erweckung ausbrach, und Michael Brown, der zu Christus bekehrte Jude, der Theologe der Bewegung und der Leiter der neuen Schule für Erweckung, und ein Dutzend andere "Gottesmänner" und sehr vereinzelte "Gottesfrauen" stehen Abend für Abend auf dem Podium vorne in der Kirche (in klarer, hierarchisch durchsichtiger Sitzordnung) und leiten miteinander die dreistündigen intensiven Feiern. Jeder Gottesmann pflegt dabei seinen eigenen Stil. Kilpatrick seelsorgerlich, herzlich, Hill welterfahren, engagiert, leidenschaftlich, einmal donnernd wie ein alttestamentlicher Prophet, einmal flüsternd wie die zarte Stimme meines besseren Ichs, Brown belehrend, seine Hebräischkenntnisse wie einen Teppich vor uns ausbreitend, Lindell Cooley, der Musikpfarrer, einmal mit intensiven Rhythmen die Kirche in einen Beatschuppen verwandelnd, kurz darauf voll zarter Ergriffenheit die Heiligkeit Gottes besingend - sie alle und viele andere prägen die Erweckung in Pensacola.
Wer in die Biographie dieser Gottesleute hineinschaut, den verwundert diese Leidenschaft in keiner Weise. Den Verlorenen und Gescheiterten steht Gott in Pensacola - wie in den Zeiten Jesu - besonders nahe. Freitag ist Tauftag. Etwa 20 Erwachsene lassen sich vor der tausendköpfigen Versammlung im grossen Taufbassin vorn in der Kirche durch Untertauchen taufen. Vor ihrer Taufe erklären sie in eigenen Worten ihren Schritt.  Ein junger Pfarrer, vor kurzem von seiner Frau verlassen, spricht mit tränenerstickter Stimme vom bisherigen Fiasko seiner Ehe und vom Leerlauf seiner für sein Empfinden ebenfalls gescheiterten, bisherigen Verkündigung. Er möchte jetzt "mehr von Gott" erleben. Jede Taufe wird zu einem Zeugnis eines Aufbruchs. Und jedes Zeugnis wird mit tausendfachem Applaus gefeiert. Manchmal erfüllt auch herzliches Lachen den Kirchenraum, vor allem dann, wenn der Täufling sich derart hingebungsvoll ins Wasser fallen lässt, dass er gar nicht mehr auftauchen will. Die beiden taufenden Pastoren, beide im Bassin stehend, müssen zusätzlich starke Männer ins Bassin bitten, um zu viert die wild zuckenden oder total schlaffen Täuflinge aus dem Wasser zu fischen und in den Nebenraum zu tragen. Die Menge ist begeistert. Je ekstatischer, desto besser. Bitte kontrolliere dich nicht, wenn der heilige Geist dich ergreift. Lass dich fallen.

Wie jede charismatische Bewegung leidet auch Pensacola unter der Angst, man oder frau könnte der Sünde gegen den heiligen Geist verfallen, die nach Mk 3,28f. nicht vergeben wird.
Auf die Frage, ob diese Erweckung in Pensacola wirklich vom heiligen Geist gewirkt sei erklärt ein Mitglied sofort, dass alles, was in Pensacola geschieht, in Einklang stehe mit dem biblischen Wort.
Am Abend, in der grossen Versammlung war eine deutliche Antwort zu vernehmen: Wer an
den Wirkungen des heiligen Geistes zweifelt, droht Michael Brown, der Theologe der
Bewegung, begeht die Sünde gegen den heiligen Geist, die nicht vergeben werden kann. Ich
weiss, dass dieser drohende Bibelvers vielen Pfingstlern und Charismatikern jede Kritik an sog. charismatischen Erscheinungen verbietet. Sie könnten ja den heiligen Geist kritisieren. Diese Angst schützt aber nicht nur vor Kritik aus eigenen Reihen, sie verunmöglicht den
Charismatikern auch ein ehrliches Gespräch über ihre und andere charismatische Bewegungen.

Prof. Schmid schreibt: "Ich habe noch nie eine mich derart herausfordernde und bewegende Erweckung erlebt, wie das "Wehen des Geistes" in Pensacola. Aber noch nie war mir auch so bewusst, dass der heilige Geist und der kritische Verstand nur gemeinsam in ein überzeugendes neues Leben führen. Wahnhafte Erleuchtung lässt sich heute überall finden. Wirkliches neues Leben versöhnt den Geist mit dem Verstand."

Vielen Dank an Prof. Georg Schmid!

17.01.98, Stephan

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Heiliger Geist, Teil 4
 

Amt und Heiliger Geist in der NAK

Aus "Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben" Ausgabe 1992

218. Was ist die Heilige Versiegelung?

Die Heilige Versiegelung ist die Spendung des Heiligen Geistes und damit der wesentliche Teil der Wiedergeburt (Apostelgeschichte 8, 14-17; Epheser 1, 13, 14; 4, 30). Sie ist die Grundlage einer völligen Erneuerung des inneren Menschen (Römer 8, 9; 2. Kor. 5,17; 1. Petrus 1, 23; Jakobus 1, 18; vgl. auch Hesekiel 9, 2-6 und Offenbarung 7, 3).

Durch sie wird ein Mensch zu einem Kind Gottes mit dem Anrecht auf das Erbe Christi (Römer 8, 17). Somit ist der Besitz des Heiligen Geistes das Unterpfand zur ewigen Herrlichkeit (johannes 3, 5; Epheser 2, 17-20).

220. Wer spendet den Heiligen Geist in unserer Zeit?

Wie in der Urkirche sind auch in der Neuapostolischen Kirche die Apostel Jesu tätig, den Heiligen Geist zu spenden (vgl. 2. Korinther 3, 6. 8).

221. Wer kann den Heiligen Geist empfangen?

Der Mensch, der bereit und willens ist, den Heiligen Geist zu empfangen, muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

Er muss die Taufe mit Wasser empfangen, durch das Wort der Predigt zum Glauben an die Lehre der Apostel gelangt sein und Vergebung der Sünden hingenommen haben. Er muss bekennen, entschlossen zu sein, sein Leben nach der Grundlage der Lehre der Apostel, die Jesu Lehre ist, einzurichten.

Auch Kinder empfangen durch Handauflegung eines Apostels den Heiligen Geist. Bei ihnen wird das Bekenntnis durch die schon bei der Wassertaufe übernommene Verpflichtung der Eltern ersetzt, das Kind in der Apostellehre zu erziehen.

 

Persönliche Schlussgedanken

Für mich ist die Lehre der ev. ref. Kirche am besten zu verstehen.

Die anderen drei Beispiele sind mir rätselhaft weil durch sie der liebe Gott zum Hampelmann wird. Ich kann nämlich bei diesen Lehren nur unter Gewissen Umständen den Heiligen Geist empfangen: Durch Unterstützung zweifelhafter "Gottesmänner".   Die Apostellehre der NAK als auch die röm. kath. Lehre ist eindeutig: An der 1. Auferstehung kann nur teilhaben wer ........!

Man MUSS also in konkreter Weise! Genau hier beginnt der Gedankengang eines kritischen Menschen zu "atmen". Wenn man etwas machen MUSS um ein Ziel zu erreichen, dann muss folglich der Mensch in der Lage sein das Verlangte aus Ueberzeugung zu akzeptieren und in die Tat umzusetzen. Ich kann also das Ziel der 1. Auferstehung erreichen wenn ich mich für NAK-Lehre entschieden habe. Bei Kindern sieht die Situation etwas schwieriger aus, doch die NAK hat auch hier einen Trumpf in der Hand: Die Verpflichtung der Eltern bei der Taufe, das Kind in der Apostellehre zu erziehen, ersetzt hier das HG-Bekenntnis! O.k., was ist nun, wenn die Eltern die NAK-Apostellehre nicht mehr glauben? In dieser Situation sticht der NAK-Trumpf nicht mehr!   Es gibt eine grosse Anzahl Menschen, die aufgrund verschiedenster Umständen eine NAK-Spendung des heiligen Geistes gar nicht empfangen könnten. Ich denke hier z.B. nur an Embryos, Menschen die Staatsregierungen unterliegen ohne Religionsfreiheit sowie Kinder und Erwachsene ohne Chance zu Selbstverantwortung die mit irreparablen Hirnschäden künstlich am Leben gehalten werden und ihr ganzes Leben in Neuro-Kliniken und Heimen fristen müssen.

Insbesondere Beispiele von schwerstkranken Hirngeschädigten Menschen geben mir perönlich eine verständliche Antwort: Gott allein lässt den Heiligen Geist wirken wann, wo und an wem er will!

Der ganz persönliche Schlussatz: Wer den Heiligen Geist schon erleben konnte hat es nicht nötig diese wunderbaren Erfahrungen auszuplaudern um damit Sympatisanten zu gewinnen!

20.02.1999, Stephan

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Luna, das Mädchen aus Serbien

Es ist Weihnacht, die Kinder in Serbien und Kroatien dürfen fast nicht daran denken! Es ist
das Fest der Liebe, Geborgenheit, Hoffnung und Gemeinschaft. Und  diese Kinder haben nicht
einmal ein richtiges Dach über dem Kopf. Ich erzähle nun die Geschichte von Luna, dem
Mädchen in Serbien.

Luna lebt in Serbien in einem armen Dörflein. Wenn Luna durch die zerstörten Strassen irrt, sucht sie  nach Brotbröseln für den Heiligabend.

Heute ist es soweit. 24. Dezember. Wenn wir vor dem Tannenbaum sitzen, sitzt ihre Familie vor dem  kleinen lodernden Feuer! Und wenn wir den Braten  essen, isst ihre Familie die Brotbrösel. Doch auch  ihre Weihnacht ist voller Liebe! Luna bekommt  keine Spielsachen geschenkt. Nein, sie bekommt,  Liebe und Hoffnung geschenkt. Ihre Eltern sagen ihr  immer wieder: «Wenn wir Liebe, Hoffnung und  Gemeinschaft besitzen sind wir reich!» Doch Luna
versteht das noch nicht. Die Familie lebt in einem  selbstgemachten Zelt. Sie haben schon ein paar mal  alles verloren, wegen dem Krieg! Früher hatten sie  ein riesiges Haus, mit einem grossen Garten. Und  jetzt? Jetzt wurde alles zerstört, was sie hatten.  Mittlerweile ist der 31. Dezember: «Fängt morgen  nicht 1997 an?» fragt ihre ältere Schwester  Mathilde die Mutter. Da sagt die Mutter: «Ja, du  hast recht, aber das gibt uns auch keine Hoffnung  mehr!» Da kommt Luna, die alles mitgehört hat, und  fragt: «Mama, hast du denn keine Hoffnung mehr?»

Cindy Walther (13 Jahre)

28.11.98, Stephan

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Vergesset was dahinten ist!

Kürzlich habe ich es wieder gehört, laut, unmissverständlich und deutlich: NICHT IN DER VERGANGENHEIT GRÜBELN, VERGESSET WAS DAHINTEN IST, WIR BEGEBEN UNS DADURCH NUR IN SÜNDE! Diese Redewendung wird oft angewendet bei den unterschiedlichsten Dingen. Weil das für meine Empfindungen einer der hirnlosesten Sprüche überhaupt ist möchte ich dieses gängige und x-fach nachgeplapperte Zitat aus meiner Sicht möglichst sachlich bekämpfen.
 

Für viele von uns könnte Vergangenheit ein positives Wort sein. Die erste Liebe, war das nicht ein fantastisches Gefühl? Erinnern wir uns gerne daran?
Oder da sind unsere Fotoalben mit den schönen Erinnerungen aus vergangener Zeit.
Hat uns die Vergangenheit nicht positiv geprägt zu unserem heutigen Lebensgefühl?
 

Es gibt auch unterschiedliche Verletzungen in unserer Vergangenheit. Vielleicht haben einige von uns eine seltsame Erziehung erleben müssen. Manche Menschen haben mir schon
erzählt, dass sie als Kind immer der "schwarze Peter" waren. Das Kind von gestern ist das Ich von heute. Oft sind so geformte Menschen nicht gerade selbstbewusst.
Andere erlebten eine eigenartige christliche Umgebung in ihrem Elternhaus. Andere haben so schwierige Erfahrungen mit Kirche oder Christen gemacht, dass sie heute Antichristen sind.

Für manche von uns bedeutet Vergangenheit auch seelischen Schmerz durch Menschen gemacht. Einige wissen, dass in ihrem Leben Dinge falsch liefen und wissen nicht, wie sie das verarbeiten sollen. Wohin mit der Schuld des Lebens?

Was tun mit der Vergangenheit?

Was kümmert mich Schnee von gestern?! Zeit heilt alle Wunden?  Hilft ein solcher Spruch?
Vielleicht manchmal.
Die seelischen Narben bei vielen Menschen sprechen eine andere Sprache.
In unseren nächtlichen Träumen werden oft genug die Rechnungen unserer Vergangenheit
präsentiert. Das Unbewältigte kommt unverfroren zu uns und läuft uns nach wie ein junger Hund. Manch ein Alptraum ist eine Reise in die Vergangenheit. Was vergangen ist, kehrt immer wieder zurück.

Die Vergangenheit prägt unsere Gegenwart. Alles, was man gemeinhin Vergangenheit nennt, ist im Grunde nur leiser und dunkler gewordene Art von Gegenwart. (Gertrud von le Fort)

Können wir die Vergangenheit vergegenwärtigen? Könnten wir eventuell bei Gott oder Jesus einmal "anklopfen" und um Hilfe bitten zur Bewältigung der Vergangenheit?
Sind wir wie die Männer von Emmaus? Sehen wir ein, dass wir alleine nicht weiterkommen mit unserer Vergangenheit?
Wir alle sollten uns das eingestehen! Uns und vielleicht auch anderen!

Muss wirklich im GD regelmässig ein unüberlegter Spruch abgegeben werden? Bei dieser Art Vergangenheitsbewältigung in der NAK ist es mir unmöglich zugleich auch noch Jesus darin zu erkennen. Ich sehe einfach, dass sich Jesus nicht in nachgeplapperten Zitaten offenbart. Ausserdem hat sich Jesus Zeit genommen für seine verwirrten Freunde und er nimmt sich auch Zeit für uns. Er würde sich zweifellos auch der NAK annehmen wenn man ihn beiziehen würde zur Vergangenheitsbewältigung. Er könnte schmerzhafte Erinnerungen und verletzte Selbstwertgefühle gesunden lassen.

Wir können meines Erachtens nur weiterkommen, wenn wir JA sagen zu den schmerzhaften
Schattenseiten der Vergangenheit und uns auf Jesus den Freund aller Menschen verlassen.

19.11.98, Stephan
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Das NAK-Diskussions-Gästebuch

Unser GB ist erfreulicherweise ein vielverwendetes Forum. Erfreulicherweise?!
Gesamthaft gesehen ist unser Gästebuch eine äusserst beliebte Diskussions-Plattform die viele Leser hat und auch in Zukunft haben wird. Ob künftig auch viele Schreiber anwesend sein werden bestimmt jeder der hier aktiv mitmacht selbst!
Leider hat es unlängst auch schlechtere Diskussionen abgesetzt die zT. niveaulos waren.
Ich möchte klargestellt haben, dass trotzdem in unserem GB niemals Fluchwörter der primitivsten Art verwendet wurden.
Ich möchte nicht diverse Dispute wieder auffrischen sondern bündig auf die einfachsten und gängigsten Anstandsregeln unserer Gesellschaft hinweisen.
Es wird unmöglich sein Kriterien und Normen für die vielzitierte "Grenze der Gürtellinie" aufzustellen. Ist für jemand ein Glas Wasser halbleer, ist es für mich halbvoll.

Jemand der das Gefühl hat bei seinem Gesprächspartner sei die Grenze der Gürtellinie besonders tief,  wird als Sieger der Diskussion hervorgehen indem er sein Gegenüber ignoriert. Profilierungsgeile Besucher die dauerhaft erfolglos provozieren verschwinden ganz von selbst von unserem Gästebuch.
Ausserdem haben sicher alle Leser Verständnis wenn sich auch ein aktiver und gerngesehener Schreiberling zurückzieht. Glücklicherweise gibt es noch wichtigerer Dinge im Leben als die NAK und das Internet.

Kurz: Persönliche Meinungen und Ansichten soll jeder vehement vertreten wobei auch mal die Fetzen fliegen dürfen. Persönliche verbale Angriffe sind zu unterlassen.
Qualität ist besser als Quantität.

So ist es erfreulich:-)

Herzlichen Dank an alle GB-Macher!

03.11.98, Stephan
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Schicksal

Bis zu einem gewissen Grade ist es richtig zu sagen, daß Gott die Ursache allen Geschehens ist. Aber Er hat euch nicht in ein Gefängnis geworfen, aus dem es kein Entrinnen gibt. Er hat euch mit der Fähigkeit ausgestattet, zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichen zu unterscheiden, euch von der Welt zu lösen und Ehrfurcht zu empfinden. Diese Fähigkeit müßt ihr nutzen, um Ihm nahe zu
kommen. Obwohl ihr Fesseln tragt, seid ihr nicht vollkommen hilflos.

Eine Kuh, die mit einem Strick an einen Pfosten gebunden ist, kann grasen in dem Bereich, den der Strick ihr freigibt. Wenn dieser abgegrast ist, wird der Herr den Knoten lösen und sie an einen anderen Pfahl binden, etwas weiter weg. Grast fröhlich soweit das Seil es erlaubt, aber versucht nicht, euch loszureißen, denn dann tut ihr euch nur selbst weh.

Ihr habt die freie Wahl, das Land, das euch gehört, zu bebauen oder faul zu sein und es brach liegen zu lassen. Ihr entscheidet selbst über Gewinn oder Verlust. Ihr verfügt über die Mittel. Ihr könnt lernen, wie ihr die Fesseln lösen und entkommen könnt.

Wenn ihr euch aber mit Sklaverei und Gefangenschaft zufriedengebt - wer soll euch da erlösen?

Gebt nicht dem Schicksal die Schuld an der Lage, in der ihr euch befindet. Ihr selbst habt euer Schicksal bestimmt. Je nach eurer Leistung in der vorangegangenen Klasse werdet ihr entweder versetzt oder sitzenbleiben.

So sind auch die Bedingungen des gegenwärtigen Lebens die Folge eures Verhaltens in früheren Inkarnationen. Die Charakter-Beurteilung, die ihr beim Schulabgang bekommt und die ihr bei eurer Bewerbung um eine Stellung vorlegen müßt, hängt davon ab, wie ihr euch während der Schulzeit und in den letzten Klassen betragen habt. Wie die Beurteilung ausfällt, liegt an euch selbst.
Wenn euer Betragen gut war, bekommt ihr eine gute Beurteilung und eine gute Stellung; wenn es schlecht war, ist die Beurteilung schlecht und ihr bekommt nur eine schlechte Stellung.

Ihr selbst bestimmt euer Schicksal.

-Sathya Sai Baba -

12.10.98, Stephan Schürch

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Ulis Guestbook-Kommentar

Ich kann mich nicht entsinnen jemals in diesem Gästebuch (FdrJ) eine Aussage gemacht zu haben, die die Frage betrifft, ob Jesus auf intellektuelle Fähigkeiten Wert gelegt hat. Vielmehr erstaunt es mich, wie Richard Fehr Menschen, innerhalb und außerhalb der Neuapostolischen Kirche, unterstellen kann, sich nicht "am Werk des Herrn" freuenzu wollen, wenn diese Kritik am "Stammapostel", an der "Lehre" der "Apostel" und an der NaK an sich üben. Die "einfache" Denkweise: man müsse nur wollen, des"Stammapostels", der sich offenbar beharrlich weigert die in vielen Teilen widersprüchliche "Lehre" der NaK einmal ehrlich zu reflektieren, sagt dagegen "einiges" aus über dessen "Qualifikation" als Seelsorger, über seinEinfühlungsvermögen in das Seelenleben der Menschen, über seine Kenntnisse bezüglich der menschlichen Psyche. Richard Fehr stände es gut an, nebenManager-Seminaren, einmal ein Seminar zu dem Thema Streß- und Konfliktbewältigung zu belegen und etwas Psychologie zu lernen - die Schweiz bietetdazu hervorragende Möglichkeiten!; seine häufigen verbalen "Ausrutscher" und seinezynische Polemik den Kirchenkritikern gegenüber, lassen sich mit dem Anspruch, der seitens der NaK an ihre "Apostel"-Amt gestellt wird, kaum vereinbaren; vereinbarenließe sich Richard Fehrs Art des Umganges mit Andersdenkenden am ehesten mit der Sprache der Werbebranche die seine berufliche Heimat war, auf keinen Fall aber mit
der "Botschaft" des Mannes aus Nazareth!

Was das elitäre Selbstverständnis der NaK-Mitglieder betrifft, so greife ich hier zur
Beurteilung auf meine lebenslange Erfahrung in dieser Kirche zurück (ich bin 41 Jahre alt und war mehr als 10 Jahre als Amtsbruder aktiv). Sehr bedenklich finde ich, daß die jahrelange Indoktrination in der Kirche dieses exklusiv-elitäre Denken, zu dem die "Lehre" der NaK zwangsläufig erzieht, bei vielen Mitgliedern soselbstverständlich, so "normal" geworden ist, daß sich diese dessen gar nicht mehrbewußt sind.

09.09.98, Ulrich Holland
 
 

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Aus dem Gottesdienst vom 06.09.

Aus dem  „Gottesdienst“ vom 06.09.98:

Der Evangelist: „Wenn ihr im Gottesdienst selig werden wollt, dann müsst ihr zuerst alle eure Sorgen und Belastungen auf den Altar legen“ (ein schon oft gehörter Satz!)

Im Gegensatz dazu spricht Jesus:
„Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“, aus Matthäus 11, 28. Das heisst: wir dürfen  kommen, wie wir sind – beladen, belastet, bedrückt
- mühselig eben. Sein Wort aber wird uns zusehends erquicken und selig machen.

Kommentar:
Wenn du gemäss NAK’scher Predigt nicht zuerst „ablädst“, dann hat es an dir gelegen, dass du nicht selig geworden bist. Du willst vermutlich auch gar nicht selig werden, genau so, wie du dich nicht freuen willst.

09.09.98, Erwin Meier  
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Stammapostelworte

Aus dem Gottesdienst des Stammapostels vom 17.5.98 in Jekaterinburg/Russland:

"Bevor ich das Stammapostelamt übernehmen musste, war ich Bezirksapostel im Bezirk Schweiz. Zu diesem Bezirk zählten unter anderem auch Ungarn, Rumänien und die Tschechoslowakei - alles Länder, in denen nur wenige Gotteskinder lebten, die wir bedienten. Doch schon damals habe ich gebetet: Lieber Vater, wenn es möglich ist, mache Du eine Tür auf Richtung Osten. Und später, als ich das Stammapostelamt übernahm, wurde das Beten  noch intensiver. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass diese Tür tatsächlich aufgeht?"

Quelle: UF vom 20.8.98, Nr. 16, Seite 14/15.

09.09.98, Erwin Meier
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Applaus?, 22.08.

Für einmal möchte ich nicht kritisieren sondern nur zum Nachdenken animieren.
(Falls erneut ein NAK-Chor Brahms` deutsches Requiem aufführen will.)

Aus UF Nr.16 vom 20. Aug. 98 Seite 29, "Konzertreise in den hohen Norden":
"Beide Konzertteile wurden von den Zuhörern -zum überwiegenden Teil Geschwister- mit
langanhaltendem Applaus bedacht."
Den Abschluss dieses Konzertes bildete also oben genanntes Werk.
Requiem ist die Bezeichnung für die lateinische Totenmesse der römisch-katholischen Kirche.
Die fest vorgegebenen Texte wurden von unzähligen Komponisten seit dem 16. Jahrhundert
mehrstimmig vertont.
Der Text der lateinischen Totenmesse ist ein Bittgebet das den Verstorbenen gilt.
Brahms geht noch etwas anders mit der Idee seines Requiems um. Nicht für die Toten, sondern für
die Lebenden schreibt er seine Musik. Nicht die Verstorbenen brauchen Hilfe und Trost
sondern die Hiergebliebenen. Somit ist seine Textauswahl eine Zusammenstellung von
Schriftstellen des Alten und Neuen Testamentes, deren Aussagen vom Trost für die
Trauernden bis zur Mahnung reichen, die Tatsache des Todes als Konsequenz in unser Leben
einzulassen.
Applaus?

22.08.98, Stephan Schürch
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Manche mögen`s heiss?,13.08.

Hochsommer, 30 ° Celsius, Dienstleiter in schwarzem Anzug mit Krawatte!?
Kleiderkult? Schizophrenie? Vorschrift? Einheitlich? Gehorsam? Nebensache?

Wer in der Bank sitzt braucht sich ja nicht darum zu kümmern. Ausser vielleicht ein paar Ehefrauen die das Vergnügen haben die stinkenden “Blachen“ auf eigene Rechnung in die chem. Reinigung zu bringen.

Bei grosser Hitze sollte man jeden Umstand der Kreislaufprobleme begünstigt eliminieren.
Genereller Tip für alle AT`s die bei heissen Temperaturen Probleme haben:
Auf dubiose Bekleidung verzichten die den Verhältnissen nicht angepasst ist. Anordnungen seitens Gebietskirchenleitung ignorieren.
Wer den Mut nicht besitzt diese Nebensächlichkeit -über die viel diskutiert wird- selbst zu regeln, soll ruhig weiterhin vor sich hin tropfen.

13.08.98, S. Schürch
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 Fragen vom Jugendtag am 12. Juli 98 in Stuttgart

Der Stammapostel beantwortete in Stuttgart einige zuvor gestellte Fragen der Jugend. Ich habe einige Fragen samt Antworten herausgepickt und kommentiere in roter Schrift.

Frage: Wie oft ist der St.Ap. zu Hause?

Er hat es einmal ueberprueft und stellte fest, dass er die Haelfte Zeit im Jahr auf Reisen und die andere Haelfte zu Hause ist und trotzdem in Zuerich seine Steuern bezahlen muss.

Frage: Wie oft ist Vorsteher Köbi zu Hause?

Ich habe festgestellt, dass ich  2/3 meiner Zeit für meinen Arbeitgeber und die NAK opfere. Der restliche Drittel bin ich zu Hause.
 

Frage: Wie sieht ein Arbeitstag des Stammapostels aus?

Es gibt keinen typischen Arbeitstag. Jeder Tag sieht anders aus. Wenn er aber einmal im
Buero sitzt, liest er die Briefe und Faxe, die er erhaelt.
Er liest alle Post persoenlich, laesst sie aber dann moeglichst von seinem Sekretariat
beantworten. Ausserdem sind viele Sitzungen und Besprechungen.
Dann liest er Lektuere ueber Politik und Wirtschaft, um sich auf dem laufenden zu halten. Schwerpunkt ist aber immer die Seelsorge.

Frage: Wie sieht ein Arbeitstag von Priester "Ernst" aus?

Ich arbeite regelmaessig 12 bis 18 Stunden am Tag. Ich habe ein kleines Geschäft und muss abends noch Büroarbeiten erledigen. Dann liegen Familienbesuche an oder es ist sonst ein Anlass in der Kirche.
 

Frage: Wie war die Reaktion des Stammapostels und seiner Frau auf die Amtseinsetzung zum
Stammapostel?

Zuerst erwaehnte er die Reaktion seines Vaters: "Was, Du bist jetzt der neue
Stammapostel? Haben die denn keinen anderen gefunden? Du zigeunerst jetzt auf der
Welt herum? Na dann wuensche ich Dir alles Gute.....".
Er selbst hat sich innerlich dagegen gestemmt und "nein" zum lieben Gott geschrien, sich
dann aber aufgrund der vielen Zeichen in den Willen Gottes ergeben. Seine Frau reagierte
wie Maria: "Mir geschehe also....". Sie hat sich demuetig gefuegt (und wusste, dass sie
jetzt noch mehr weisse Hemden buegeln muss...:-)).

Frage: Wie war die Reaktion von "Hugo" als er Priester wurde?

Ich habe demütig weinen müssen. Alle Familienangehörigen haben mir viel Gottessegen
gewünscht.
 

Frage: Was macht der Stammapostel Mittwoch abends?

Wenn er nicht gerade auf Reisen ist, oder eine Besprechung oder Konferenz hat, bereitet
er sich auf den Sonntagsgottesdienst vor ("pickeln und graben"). Da ist seine Frau im
Gottesdienst, und er hat seine Ruhe :-)).

Frage: Was macht Vorsteher "Hänsu" am Mittwochabend?

Ich gehe nach dem Gottesdienst nach Hause und muss auf dem Hof noch viel erledigen.
Im Sommer geht es nicht selten noch auf`s Feld zur Weizenernte bis früh in den Morgen.
 

Frage: Was ist seine groesste Sorge und seine groesste Freude?

Seine groessten Sorgen sind:
- die Aussagen ehemaliger Neuapostolischer ("Aussteiger")
- die zunehmende Freudlosigkeit und Lauheit in den westlichen Laendern
Seine groesste Freude ist die Einheit im Apostelkreis, besonders im Bezirksapostelkreis.

Frage: Was ist die grösste Freude und die grösste Sorge von Hirte "Hugo"?

Seine grössten Sorgen sind:
- die Sorgen seiner anvertrauten Geschwister
Seine grösste Freude ist:
- bei seiner Familie zu sein und täglich die Schöpfung der wunderbaren Erde geniessen
zu können.
 

Frage: Haben Tiere Seelen, da sie auch Freud und Leid empfinden die ueber                                 den Instinkt hinausgehen?

Nein. In Mose (vgl. 1Mose 9, 3-4) steht auch, dass Tiere geschlachtet und das Fleisch
gegessen werden sollte. Haetten Tiere Seelen, haette der liebe Gott diese Aufforderung
nicht gegeben. Es ist also nicht so wie eine Schwester berichtete, dass sie ihren
verstorbenen schwarzen Pudel im Traum ganz in Weiss sah.

Frage: Arno, hast Du eine Seele?

Oh ihr Menschen, lest doch eure Bibel einmal gründlich durch! Kommt mich besuchen und habt keine Angst, ich esse kein Schweinefleisch:-))

1. Mose 2,7: Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so  ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
1. Mose 6,17: Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu
verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.
Pred 3,21: Wer weiß, ob der Odem der Menschen aufwärts fahre und der Odem des Viehes hinab unter die Erde fahre?
 

Frage: Woher weiss der Stammapostel so genau Bescheid ueber die Sorgen der Gotteskinder?

Ganz einfach: Von den Gotteskindern selbst - mit dem Ohr an der Basis.

Frage: Warum wissen viele Seelsorger nicht Bescheid über die Sorgen der Gotteskinder?

Ganz einfach: Sie besitzen das nötige Vertrauensverhältnis zur Basis nicht!

05.08.98, Stephan Schurke

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Lehre und Erkenntnis

In der neusten "Unsere Familie" (Nr. 13 vom 5. Juli 98) ist ein lesenswerter Artikel zum Thema Glauben. Ganz grosse Kulleraugen bekam ich beim Abschnitt  "Glauben-Verstand":
"Oftmals wird ein Gegensatz zwischen Gauben und Verstand  gesehen. Das ist aber nicht richtig. Ohne unseren Verstand -die menschliche Denkfähigkeit- währen wir nicht in der Lage, Inhalt und Sinn der Predigt zu verstehen."
Heieieieiei! Das klang erst kürzlich noch ganz anders!
Der leider nicht erwähnte Verfasser des Artikels hat was auf dem Kasten. Das ist ein ganz guter Artikel! Rein Gefühlsmässig kommt mir dieser Stil unbekannt vor. Es ist unmöglich, dass ich diesen Schreiberling jemals in einem GD gehört habe. Da müsste ich mich schwer täuschen.
Warum es letztendlich nicht ganz gereicht hat diesen Bericht in der Rubrik "NAK-Positiv" zu setzten, kann man herausfinden indem man am besten den kompletten Artikel in der UF studiert.

14.07.98, Stephan Schürch  
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Weisst du, wer ich bin, was ich war?

Non persona

Hier bin ich - siehst du mich? - Eine Person. Seelsorger - Vorangänger - weisst du,
wer ich bin, was ich war?

Ich - ich war Verdingbub, liebte nicht das Leben, Hiebe und Schläge waren meine
bitteren Erfahrungen. Niemand hatte ich. Niemand hatte mich. Weisst du, dass meine
Augen beim Anblick von anderen Menschen trunken wurden?
Weisst du, dass ich nur Männer liebe?
Weisst du, dass die Natur mich führte? Weisst du, dass ein Geist mir half?

"Ach der ist halt krank, dem ist nicht mehr zu helfen!"
 

Seelsorger - Vorangänger - weisst du, wer ich bin, was ich war?

Ich - ich bin Hilfsgärtner. Meine Hände - für dich niemals sauber genug -
Schwielen, Schmutz. Die gute kühle Erde. Ich hätschelte sie - viele Jahre lang.
Die Erde - sie gehört mir - sie ist ein  Teil meiner selbst.
Ich liebte den feuchten, modrigen  Geruch gärenden Komposts - den beissenden Rauch versengter Blätter - den schweren, betörenden Duft  exotischer Blumen - den scharfen,
harzigen Geruch von Föhren. Die Blumenbeete dort draussen -  vewildert, verwaist ...
Ich gehe sie hegen und  pflegen, mich bücken, dort knien.
Ich hatte alles - habe alles - für meinen guten edlen Geist. Ich bin froh, dass ich ihn habe.

"Was, der und Amtsträger, nein unmöglich, ungeeignet, er hat ja auch keinen Beruf!"
 

Seelsorger - Vorangänger - weisst du, wer ich bin, was ich war?

Ich - ich war Athletin, liebte meinen Körper meine Kraft. Meine Muskeln  gehorchten meinem Willen, meinen  Befehlen - koordiniert, sinnvoll. Es war meine frohe Natur.
Jetzt aber gehorchen sie andern Befehlen - unkoordiniert, sinnlos.
Könnte ich einem Ball entgegenspringen,  meine Arme ausstrecken,
im Auffangen seinen harten Aufprall an den Händen spüren - prickelnder Schmerz.
Ich springe und schwinge mit meinem Geist, erfühle mich - guter Geist - Erinnerung wird Gegenwart. Ich werde niemals wieder laufen können.
Von wo ist meine Kraft?

"Im Sportverein und Gottesdienst versäumt, das ist heilsames Erschrecken!"
 

Persona

Hier bin ich noch immer - siehst du mich? - Eine Person.
Seelsorger - Vorangänger - weisst du, wer ich bin, was ich war?
Alles ist jetzt anders.....

Ich - ich bin homosexuell- Ich - ich bin glücklich. Ich freue mich mit meinem Geist.

Ich - ich bin ungebildet - Ich - ich habe nichts vermisst. Ich bin Eins mit meinem Geist.

Ich - ich bin Paraplegiker - Ich - ich bin froh über meinen Helfer, meinen Geist.

© American Journal of Nursing Company / SRK Kaderschule für Krankenpflege
© 20.05.98 Stephan Schürch

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Eigenverantwortung

Auf der offiziellen NAKI - Homepage  können wir in der Rubrik "Mitarbeit und Spenden" u. a. folgendes lesen:"Neuapostolischen Christen steht es frei, sich im öffentlichen Leben zu betätigen."
Diese Aussage ist so sicher richtig. Ich will diesen Satz nicht aus dem Zusammenhang reissen.  Dieses Zitat müsste aber ergänzt werden:
"Neuapostolischen Christen, welche kein Amt inne haben, steht es frei, sich im öffentlichen Leben zu betätigen."
Ich hatte am 14.05.98 die Gelegenheit, zwischen meiner HP und meinem Amt zu wählen. Ich habe mich entschieden, diese Seiten weiterzuführen.

16.05.98 Stephan
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Zum Artikel "Wir stellen uns" (Rubrik "Thema aktuell")

Die Veröffentlichung dieses Artikels gefällt mir. Man hat reagiert!! Ich bin natürlich nicht in allen Punkten einig, aber es ist schön, solche Artikel zu sehen.
Beim Fernsehen würde man sagen: "Das gibt wieder hohe Einschaltquoten!"

Zitat: "Was gibt es da kritikfähig zu sein? Müssen wir rechtfertigen was wir glauben?"
Wie bitte?? Ist diese Aussage effektiv ein Fragezeichen wert?
Ein Christ muss keine Rechtfertigungen abgeben. Aber eine Kirche ist verpflichtet dazu!
Im Weiteren finden wir diesen Satz im Artikel: "Ist Unrecht geschehen, so bedauern wir dies und entschuldigen uns dafür."
Ich bewerte diese in letzter Zeit oft gehörte Aussage als fortschrittlich. Wenn ich mich allerdings im täglichen Leben für einen Fehler entschuldige, dann pflege ich den Fehler beim Namen zu nennen. Einige Amtsträger der oberen Ränge pflegen diese Praxis nicht. Sollen wir Beispiele nennen?
Die Neuapostolische Kirche sitzt an einen Tisch mit Kritikern od. Aussteigern, wenn ihr die Bedingungen eines solchen Anlasses als fair erscheint.
Waren die Gespräche zwischen dem GbA (Gremium für besondere Angelegenheiten) und Erwin Meier-Widmer auch unter fairen Bedingungen?
Die Frage Jesu ist hochberechtigt: "Meinst Du, dass ich Glauben finde, wenn ich wiederkomme?"
Diese Frage ist wirklich wörtlich zu nehmen! Die Fragestellung heisst nicht: "Meinst Du, dass ich die NAK finde wenn ich wiederkomme?"

09.05.98 Stephan
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Gottesdienstbesuch bei der Vereinigung Apostolischer Christen Schweiz, 26.04.98

Gottesdienstbesuch bei der Vereinigung Apostolischer Christen Schweiz (VAC) am 26.04.98, in Zofingen/Oftringen ( Gesamtschweizerischer Gottesdienst )

Ich möchte hier in Kurzform meine Eindrücke schildern und mit der Neuapostolischen Kirche vergleichen.

1. Beim Betreten der Kirche, 30 Minuten vor dem Gottesdienst, ertönte festlicher Gemeindegesang. Nach Auskunft eines VAC-Mitgliedes wird dieser Lobpreis-Gesang nur an grösseren GD`s praktiziert. Ausserdem las eine Schwester diverse Psalmen vor. Kurz vor Gottesdienstbeginn war die Kirche praktisch voll besetzt. Es waren auch viele Jugendliche Gläubige anwesend.

2. Der GD begann "unspektakulär". Apostel Baltisberger, auch anwesend beim Lobpreisgesang,  betritt den Altar. Nach dem Eingangsgebet, Textwort und Chorgesang folgte eine in drei Schwerpunkte eingeteilte freie Predigt. Zwei Priester, welche beim GD bei ihren Familienangehörigen sassen, dienten mit.

3. Es fiel mir sofort auf, dass in der Predigt nie von Apostolischen Christen oder von "WIR Apostolischen" die Rede war. Wenn ein Besucher nicht gewusst hätte in welcher Kirche er ist, er hätte es aufgrund der Predigt unmöglich herausgefunden. Die biblischen Beschreibungen zu Textwörtern erfolgten in einer einfachen und verständlichen Weise.

4.  Allgemeineindrücke: Sehr beeindruckend war ein in Schweizerdeutsch vorgetragenes Chorlied. Der Chor sang nicht fehlerfrei. Einen Bekleidungskult hab ich keinen festgestellt. Warme, lockere und ungezwungene Atmosphäre. Der Apostel verabschiedet mit Händedruck bei den Geschwistern. Die Geschwister trafen sich anschliessen zum gemeinsamen Mittagessen (inkl. Apostel).

Vergleiche mit der Neuapostolischen Kirche:
Als Kritiker und Mitglied der NAK erwähne ich hier explizit meine persönlichen Ansichten. Es ist durchaus verständlich, wenn eine NAK-prüfende Person meine Bemerkungen als unrelevant und bedeutungslos einstuft.

Zu:
1. In der NAK bereitet man sich still auf den GD vor. In der Kirche herrscht disziplinierte Ruhe. Der Chor singt bei vergleichbaren Anlässen 10 Min. vor GD-Beginn ein Lied. Lobpreisgesang kennt die NAK nicht.

2. Ein NAK-GD beginnt mit dem "Einmarsch der Gladiatoren", begleitet mit Orgelspiel. Die Amtsträger sitzen nach "Dienstgrad" geordnet in einem separaten Bereich. Die Predigt ist ebenfalls frei.

3. Beispiele, welche zum Verlust des Segens führen, kommen in fast jeder NAK-Predigt vor. Das Wort WIR ist Standart. Persönliche Erlebnisstorys vom Prediger sind häufig. Eine NAK-Predigt ist ebenfalls leicht verständlich.

4. Bei vergleichbaren Anlässen wird in der NAK, bez. Musik, grobes "Geschütz" eingefahren. Professioneller Touch. Über 10 Probestunden für einen grossen GD kamen schon vor. Bei der NAK ist schwarzweisse Bekleidung bei Aemter und Chor Pflicht. Bei GD-Ende gehen die Aemter im Gänsemarsch, teils winkend in einen Car und tschüs. In einem Hotel warten Schnitzel/Pommes-Frites. Ein unbefangener Interessent erhält in einer NAK-Gemeinde möglicherweise ebenfalls warme und herzliche Eindrücke.

Für mich war dieser Tag ein wertvolles Erlebnis. Der Besuch eines VAC-Gottesdienstes würde ich jedem Interessierten Neuapostolischen Christen empfehlen.

26.04.98 Stephan Schürch
 


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